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Knotenbahnhöfe Schweinfurt und Rottendorf barrierefrei ausgebaut

Mehr Fahrgäste in Unterfranken kommen ab sofort stufenlos zum Gleis und in den Zug

04.12.2020 | PM 240/2020 STMB

 

·         Freistaat Bayern förderte beide DB-Stationsausbauten mit insgesamt rund 14 Millionen Euro

·         Bei weiteren mainfränkischen Bahnhöfen kommt Barrierefreiheit in Kürze

·         Verkehrsministerin Schreyer: „Wir müssen beim barrierefreien Ausbau der Bahnhöfe schnell vorankommen“

Der barrierefreie Ausbau der Knotenbahnhöfe Schweinfurt und Rottendorf durch die DB Station&Service AG ist abgeschlossen. Ab sofort können in Unterfranken rund 8.000 Fahrgäste mehr stufenlos zu den Bahnsteigen und in die Nahverkehrszüge gelangen. „Obwohl der Freistaat gar nicht für die Bahninfrastruktur zuständig ist, haben wir in Schweinfurt und Rottendorf freiwillig rund 14 Millionen Euro investiert“, so Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer. „Denn beim barrierefreien Ausbau der Bahnhöfe im Bahnland Bayern müssen wir schnell vorankommen. Das ist wichtig, um allen Menschen einen einfachen Zugang zum umweltfreundlichen Verkehrsträger Schiene zu ermöglichen.“

 

Insgesamt hat die Deutsche Bahn etwas mehr als 28 Millionen Euro in die beiden etwa gleich teuren Bahnhofsausbauten investiert. „Wir investieren heuer für die Bahninfrastruktur im Freistaat mehr als 1,7 Milliarden Euro,“ sagt der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für den Freistaat Bayern, Klaus-Dieter Josel. „Der barrierefreie Ausbau der Bahnhöfe Schweinfurt und Rottendorf ist dabei ein wichtiger Baustein. Denn: Bayern braucht eine starke Schiene, um für die Herausforderungen der Zukunft gewappnet zu sein. Und darum sind wir dankbar für den finanziellen Rückenwind gerade auch des Freistaats, der auch in diesen Zeiten Investitionen ermöglicht.“

Den Umbau des Schweinfurter Hauptbahnhofs, der mit knapp 6.000 Ein- und Aussteigern pro Tag einer der meistfrequentierten in Unterfranken ist, hat die Deutsche Bahn vor wenigen Wochen abgeschlossen. Zu den drei erneuerten und erhöhten Bahnsteigen gelangen die Fahrgäste nun barrierefrei über neue Aufzüge. Zudem hat die Deutsche Bahn alle Bahnsteige mit neuen Bahnsteigdächern versehen und die Beschallungsanlagen sowie ein taktiles Blindenleitsystem neu gebaut. Auch der Bahnhofsvorplatz ist erneuert worden. Die Investitionskosten des Stationsausbaus in Höhe von rund 14 Millionen Euro hat der Bund gefördert. Der Freistaat beteiligt sich mit rund 1,5 Millionen Euro, indem er die durch den Ausbau entstandenen höheren Betriebskosten übernimmt. Der barrierefreie Umbau des Schweinfurter Hauptbahnhofs war als eines von bayernweit 28 Projekten des sogenannten „Bayern-Paket 2013-2018“ im Jahr 2014 zwischen dem Freistaat und der Deutschen Bahn vereinbart worden.

Der barrierefreie Ausbau des Knotenbahnhofs Rottendorf mit seinen täglich im Schnitt rund 2.000 Ein- und Aussteigern ist dagegen bereits ein Projekt des Nachfolgeprogramms „Bayern-Paket II“. Über dieses Ausbaupaket im Umfang von acht Realisierungs- und vier Planungsmaßnahmen hatten der Freistaat und die Deutsche Bahn vor vier Jahren eine Absichtserklärung unterzeichnet. Der unterfränkische Bahnhof vor den Toren Würzburgs, wo sich die beiden Hauptstrecken von Würzburg nach Nürnberg und nach Bamberg gabeln, ist der erste ausgebaute Bahnhof aus diesem Programm, der nun in Betrieb gegangen ist.  Auch hier hat die Deutsche Bahn die Bahnsteige erneuert und angehoben sowie über Aufzüge barrierefrei zugänglich gemacht. Außerdem wurde ein taktiles Blindenleitsystem auf allen Bahnsteigen eingebaut und die Ausstattung der Bahnsteige mit Wetterschutz, Beleuchtung und Beschallung angepasst. Insgesamt haben diese Maßnahmen rund 14,2 Millionen Euro gekostet, von denen der Freistaat rund 80 Prozent bezuschusst. Zudem nimmt der Freistaat weitere 1,1 Millionen Euro in die Hand, um der Deutschen Bahn die erhöhten Betriebskosten auszugleichen.  

„Speziell die Fahrgäste mit körperlichen Beeinträchtigungen, Kinderwagen, Fahrrädern oder schwerem Gepäck werden es an beiden Bahnhöfen in Zukunft deutlich leichter haben“, betont Ministerin Schreyer.  Sie weist darauf hin, dass im mainfränkischen Raum in wenigen Monaten dann auch der barrierefreie Ausbau des Umsteigebahnhofs in Ebenhausen sowie des Hauptbahnhofs in Würzburg als einer der zentralen Knoten im deutschen Bahnnetz fertiggestellt sein wird. „Dann wird die jetzt geschaffene Barrierefreiheit in Schweinfurt und Rottendorf noch mehr zur Geltung kommen, weil viele Fahrgäste dort nochmals umsteigen oder aussteigen.“