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Eck Schirmherr bei der Feier "200 Jahre vom Großherzogtum Baden zum Königreich Bayern"

Ehrwürdiges Jubiläum - Wiedervereinigung von elf Mainfranken-Gemeinden mit Bayern

04.10.2019 | PM S42/2019 STMI

An die große Erleichterung, die vor 200 Jahren zu spüren war, als elf mainfränkische Gemeinden und das Kloster Mariabuchen wieder dem Königreich Bayern zurückgegeben wurden, erinnerte Bayerns Innenstaatssekretär Gerhard Eck bei der Jubiläumsfeier "200 Jahre vom Großherzogtum Baden zum Königreich Bayern" in Karbach. Für Eck erscheint es heute "schier unvorstellbar", dass die rechts vom Mainviereck gelegenen Gemeinden Ansbach, Birkenfeld, Erlach, Greußenheim, Karbach, Pflochsbach, Roden, Sendelbach, Steinfeld, Waldzell und Zimmern sowie das Kloster Mariabuchen einmal nicht fränkisch waren. "Liegen sie doch mitten in Mainfranken und gehörten über Jahrhunderte hinweg zum Fürstbistum Würzburg." Eck erinnerte an die schwere Zeit, als dieser kleine fränkische Teil für kurze Zeit badisch war: "Als Insel inmitten des Würzburger Gebiets bildeten die elf Gemeinden mit ihren 5.400 Einwohnern und dem Kloster Mariabuchen quasi ein ‚eigenes Ländchen‘, ein künstliches Gebilde und eine zum Scheitern verurteilte Enklave, die ganze dreizehn Jahre währte, ehe sie wieder zu Bayern kam." 

Die Erleichterung über die Übergabe an Bayern müsse damals sehr groß gewesen sein. Die badische Zeit der elf Gemeinden war von bitterster Not gekennzeichnet. "Nicht nur die Kriege unter Napoleon wogen schwer, auch Jahrhunderte alte Verbindungen zum Amt Rothenfels, zu Nachbargemeinden, Verwandten sowie fränkischen Traditionen waren unterbrochen und die Bürger durch hohe Steuern und Einquartierungen belastet. Mit der Übergabe verschmolz ein alter Bestandteil des ehemaligen Fürstentums Würzburg wieder mit seinem Mutterland." Eck erklärte weiter: "Das hat nicht nur das Zusammenleben in der Region maßgeblich erleichtert, sondern auch ihre Entwicklung befördert." Den Gästen der Jubiläumsfeier in Karbach rief Eck zu: "200 Jahre sind Sie nun unter weiß-blauem Himmel vereint. Halten Sie an dieser Errungenschaft fest und machen Sie sich weiterhin gemeinsam für den Zusammenhalt in Ihren Gemeinden stark. "