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Innenstaatssekretär Eck bei der Eröffnung des 49. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Wehrmedizin und Wehrpharmazie

30.10.2018 | IM PM S26

Bayerns Innenstaatssekretär Gerhard Eck bei der Eröffnung des 49. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Wehrmedizin und Wehrpharmazie in Würzburg: Zivilmilitärische Zusammenarbeit wichtiger Baustein im Bayerischen Hilfeleistungssystem - Ausgezeichnete Plattform für den wissenschaftlichen Austausch

Bayerns Innenstaatssekretär Gerhard Eck sieht die Deutsche Gesellschaft für Wehrmedizin und Wehrpharmazie als wichtigen Partner bei der zivilmilitärischen Zusammenarbeit. Bei der Eröffnung des 49. Kongresses der Gesellschaft in Würzburg sagte Eck, dass gerade neue wachsende Herausforderungen ein engeres Miteinander von ziviler und Wehrmedizin erforderlich machen. Zwar würden sich der militärische Sanitätsdienst und die zivile Gesundheitsversorgung hinsichtlich ihrer vom Gesetzgeber übertragenen Aufgaben und Zuständigkeiten unterscheiden. "Bei einem nationalen Notstand wird aber gemeinsames konzentriertes Zupacken erforderlich, um der Ausnahmesituation bestmöglich Herr zu werden", so der Staatssekretär. In extremen Terrorlagen bräuchte man dann auch den Einsatz der Bundeswehr im Innern, betonte Gerhard Eck. Zwar sei die Bayerische Polizei sehr gut aufgestellt, sie könnte in solchen Fällen aber sowohl personell als auch logistisch an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen: "Deshalb ist die zivilmilitärische Zusammenarbeit auch ein wichtiger Baustein im Bayerischen Hilfeleistungssystem. Ich erinnere nur an die Unterstützungsleistungen der Bundeswehr im Rahmen der Amtshilfe bei der verheerenden Hochwasserkatastrophe im Juni 2013, beim G7-Gipfel auf Schloss Elmau oder an ihre vielfältige Unterstützung bei der Bewältigung des Flüchtlingszustroms." Bei der zivilmilitärischen Zusammenarbeit sieht Eck die Deutsche Gesellschaft für Wehrmedizin und Wehrpharmazie als wichtigen Partner, denn ihr ist an einer zivilmilitärischen Zusammenarbeit im medizinischen Bereich seit ihrer Gründung 1864 gelegen. Inzwischen habe sich die Gesellschaft zu einer ausgezeichneten Plattform für den wissenschaftlichen Austausch und fachlichen Diskurs für die Vertreter aller vier Approbationen von militärischen und zivilen Einrichtungen entwickelt. "Es ist ein starkes Netzwerk mit Fokus auf medizinischem Handeln mit einem sicherheitspolitischen Hintergrund erwachsen." Von dieser engen zivilmilitärischen Verknüpfung und dem Dialog miteinander würden beide Seiten profitieren und sich gegenseitig bereichern. Eck nannte ein wechselseitiges "Geben und Nehmen" der zivilen und militärischen Disziplinen eine ethische Verpflichtung zum Nutzen der Kranken, Verletzen und Verwundeten. Angesichts gewachsener Herausforderungen – etwa die gestiegene Gefahr großräumiger Naturkatastrophen, Terroranschläge oder als "worst case" die Bündnis- und Landesverteidigung – sei eine gegenseitige Systemkenntnis, Kooperation, Vernetzung und Nutzung von Synergien erforderlich. Die Deutsche Gesellschaft für Wehrmedizin und Wehrpharmazie rücke mit ihrem diesjährigen Kongressthema die Förderung der zivilmilitärischen Zusammenarbeit noch deutlicher ins Bewusstsein. Dafür bedankte sich der Staatssekretär mit den Worten: "Gemeinsam sind wir stark. Wir wissen um den vorbildlichen Einsatz der Bundeswehr. Setzen sie sich weiterhin im interdisziplinären Miteinander über die zivilen und militärischen Schranken hinweg für die Gesundheit unserer Soldatinnen und Soldaten ein."