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Gerhard Eck bei der Pressekonferenz zum Thema Gülle-Bonus in Oberwerrn

25.03.2013 | Michael Horling
Unser Bild zeigt Innenstaatssekretär Gerhard Eck mit der Europaabgeordneten Dr. Anja Weisgerber inmitten der Landwirte aus der Region
Unser Bild zeigt Innenstaatssekretär Gerhard Eck mit der Europaabgeordneten Dr. Anja Weisgerber inmitten der Landwirte aus der Region

Die betroffenen Landwirte aus der Region um Schweinfurt sind besorgt. Sollte der sogenannte "Gülle-Bonus" seitens des Bundesumweltministeriums zum 1. August 2013 gestrichen werden, drohen ihren landwirtschaftlichen Betrieben finanzielle Verluste.

Deshalb kam es in Oberwerrn zu einem Treffen, bei dem neben Innenstaatssekretär Gerhard Eck,  die CSU-Europaabgeordnete und Bundestagskandidatin Dr. Anja Weisgerber sowie der Bezirkstagskandidat Stefan Funk anwesend waren und sich über die Sorgen der Bauern informierte. Der Gülle-Bonus schafft für sie Anreize, Gülle nicht auf den Feldern auszubringen, sondern zur Gaserzeugung in Biogasanlagen ökologisch sinnvoll zu nutzen. So gelangt weniger Methangas in die Atmosphäre.

"Biogas hat eine große Bedeutung bzgl. der Kontinuität der Stromlieferung. Wir brauchen den Energiemix - gerade im Wissen um die nahende Stilllegung des Kernkraftwerks Grafenrheinfeld", sagt Gerhard Eck. "Die Landwirte haben sich auf den Bonus verlassen. Es ist nicht gut, wenn der Staat im Nachhinein in die Preisgestaltung eingreift", so der Innenstaatssekretär. "Es geht um Planungssicherheit und Vertrauensschutz", ergänzt Dr. Anja Weisgerber. "Bestehende Förderzusagen dürfen nicht gestrichen werden. Die Landwirte haben in Biogasanlagen investiert, die dann nicht mehr rentabel wären", befürchtet die Europaabgeordnete das wirtschaftliche Aus für eine Reihe von Anlagen.

Die Abgeordneten haben sich deshalb zusammen mit der lokalen CSU dazu entschlossen einen Brief an Bundesumweltminister Peter Altmaier zu schicken. Als Abgeordnete werden wir weiter Druck machen", verspricht Dr. Weisgerber. "Wir gehen davon aus, dass dieses versammelte Engagement helfen wird", ergänzt Gerhard Eck. "Wenn nicht, dann überlegen wir uns neue Schritte, damit Biogas als ein Teil des Strommixes in der Region erhalten bleiben kann."