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Gerhard Eck im Gespräch mit dem Bayernkolleg

28.01.2013 | Michael Horling
Gerhard Eck am runden Tisch mit Schulleiter Peter Rottmann und Lehrkräften
Gerhard Eck am runden Tisch mit Schulleiter Peter Rottmann und Lehrkräften

Die bildlich-anschauliche Sprache beherrscht Gerhard Eck. Deshalb merkten die Pädagogen des Bayernkolleg bei einem runden Tisch auch ganz schnell, dass ihnen der Innenstaatssekretär wohl wird helfen können bei ihrem Anliegen.

Es geht darum, dass beim Staatlichen Institut zur Erlangung der Hochschulreife auf dem zweiten Bildungsweg bestimmt Migrantengruppen für Sonderlehrgänge, die es in Bayern ohnehin nur noch in Schweinfurt überweigend für Russland-Deutsche gibt, im Freistaat nicht mehr zugelassen sind. "Sie wandern dann ab in andere Bundesländer und kommen nach ihrem Abitur nicht mehr zurück", sagt der neue Schulleiter Peter Rottmann, der sich deshalb mit seinem Kollegium an Eck wandte und ihn zu einem Gespräch einlud.

Der Innenstaatssekretär war ja lange Jahre im Baugewerbe selbständig und Bürgermeister in seiner Heimatgemeinde Donnersdorf. Dort gab´s früher mehrere hundert Landwirte, heute kann man sie an einer Hand abzählen. Fremdländische Kinder seien dort auf dem Dorf aufgewachsen, hätten im Kindergarten Fränkisch gesprochen - und wären später doch abgewiesen worden. Die Zeiten und politische Rahmenbedingungen ändern sich eben, weiß Eck und versicherte den Bayernkollegiern, dass auch der Vertreter einer konservativen Partei durchaus zu Veränderungen bereit ist. Im konkreten Fall: "Mit ihrem Anliegen brauchen sie bei mir keine Türen aufzustoßen. Es erschließt sich mir nicht, wieso bestimmte Zuwanderungsgruppen nicht zugelassen sind. Gebildete Bürger aber haben eine Chance, sich für die Gesellschaft und im Berufsleben einzubringen. Also unterstütze ich sie", versprach Eck.

Drei Ministerien müsse man in München an einen Tisch bringen. Das Innere, Kultus und Soziales. "Ich laufe mir gerne die Haken ab und fahre dahin, wenn ich ein Ziel vor Augen habe. Denn wenn sie etwas in die Hand nehmen, dann passiert auch was", hält Peter Rottmann große Stücke auf Gerhard Eck. Der sieht eine große Chance für Schweinfurt mit seiner Fachhochschule, die für mehrere Millionen Euro renoviert wurde und wird. Künftige Studenten könne das Bayernkolleg aus vielen Migranten machen, auch Erwachsenen nach einer Berufsausbildung die Hochschreife verschaffen.
 

Übrigens: Am 8. März findet am Bayernkolleg ein Infotag statt. Mehr unter bayernkolleg-sw.de