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Ortsumgehung Faulbach

02.11.2012 | PM S80/12

Verkehrsfreigabe der Ortsumgehung von Faulbach Innenstaatssekretär Gerhard Eck: "Kommunale Sonderbaulast ist Erfolgsmodell - Kommune baut auf eigene Rechnung mit kräftiger Förderung vom Freistaat Bayern"

Lange haben die Faulbacher auf diesen Moment gewartet. Nun ist die Ortsdurchfahrt endlich frei vom Durchgangsverkehr. Die Gemeinde Faulbach hat die rund zwei Kilometer lange und etwa 6,7 Millionen Euro teure Ortsumgehung auf eigene Rechnung gebaut. Der Freistaat Bayern hat dazu rund 5,1 Millionen Euro Fördermittel nach dem Finanzierungsmodell "Staatsstraßenumgehungen in gemeindlicher Sonderbaulast" beigesteuert. "Das ist eine kräftige Finanzspritze für die Kommune", sagte Innenstaatssekretär Gerhard Eck bei der Verkehrsfreigabe in Faulbach.
Weil zahlreiche andere Staatsstraßenmaßnahmen noch dringlicher sind, war eine Finanzierung der Umfahrung von Faulbach aus dem regulären Staatsstraßenhaushalt mittelfristig nicht absehbar. Eck: "Die Entscheidung der Gemeinde, die Straße nach dem Modell 'Staatsstraßenumgehungen in gemeindlicher Sonderbaulast' selbst zu bauen, war goldrichtig." Die Kosten für die im Zuge des Neubaus der Ortsumgehung erforderlichen Änderungen an den Kreisstraßen MIL 35 und MIL 37 in Höhe von rund 350.000 Euro trägt der Landkreis Miltenberg. Hier unterstützt der Freistaat Bayern den Landkreis mit Fördermitteln in Höhe von 130.000 Euro. Das Sonderbaulastprogramm ist bayernweit ein Erfolgsmodell. Seit 1999 konnten 66 Ortsumgehungen aus diesem Programm finanziert werden. Wegen der günstigen Konditionen ist die Nachfrage bei den Gemeinden groß. Deshalb hat der Bayerische Landtag heuer im März die Fördermittel um zehn Millionen Euro auf 30 Millionen Euro aufgestockt.